Ein Literatur-Festival auf dem Hasliberg vom 27. bis 29.8.2021

„Strahlen“ nennt man die Tätigkeit des Kristallsuchens (im Kanton Uri sagt man allerdings „Strahlnen“). Seit Jahrhunderten suchen die Strahler in den Alpen nach Kristallklüften um deren Inhalte zu bergen. Wir suchen nach Literatur, die strahlt und funkelt und kreieren zusammen mit dem Komodo Verlag ein Wochenende vom 27. bis 29. August, um gemeinsam diese neu entdeckten Schätze zu geniessen. Im August 2021 soll der erste Pilot-Event auf 1140 m.ü.M auf dem sonnigen Hasliberg stattfinden, mit dem langfristigen Ziel jährlich ein Festival mit Schweizer Autoren, auf die Beine zu stellen und somit unseren Gästen jedes Jahr neue Schätze zu präsentieren.

Unsere Autoren 2021

Seraina Kobler

Seraina Kobler ist Journalistin und Autorin. Nach dem Studium arbeitete sie als Redakteurin bei verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen. Im Inland-Ressort der «Neuen Zürcher Zeitung» war sie für gesellschaftliche Fragen zuständig, bevor sie sich mit einem eigenen Schreibatelier in der Zürcher Altstadt selbstständig gemacht hat. Sie ist Mutter von vier Kindern. Regenschatten ist ihr erster Roman. Ihr literarisches Schaffen wurde von verschiedenen Stiftungen, sowie dem Bundesamt für Kultur unterstützt.

„Regenschatten“

Anna und David wollen zusammen leben. Doch dann merkt Anna, dass sie schwanger ist und das Kind nicht von ihm sein kann. Als David plötzlich verschwindet, ist die junge Frau auf sich allein gestellt, in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Während draussen brennende Vögel vom Himmel fallen und Staubstürme durchs Land wirbeln, muss sie sich entscheiden, ob ihr Kind leben oder sterben soll.

Seraina Kobler schafft in ihrem Debütroman die Atmosphäre einer nahen Dystopie: Anna versteckt sich in einem evakuierten Wohnhaus in einer Sperrzone am Zürichberg. Gleich nebenan befindet sich der Wald, der nach der schweren Dürre von einer Feuersbrunst heimgesucht wurde und unterirdisch noch immer glüht. Der Winter naht, die Zugvögel sind ausgeblieben, von der Adria bis an die Nordsee hat es wieder zu blühen begonnen. Nach und nach erfährt man, was in den letzten acht Monaten geschehen ist, wie die alles beschleunigende Hitze parallel zu Annas persönlichem Drama, mitten hinein in eine Katastrophe geführt hatte.

Heddi Nieuwsma

Die US-Amerikanerin Heddi Nieuwsma lebt seit 2012 in der Westschweiz. Seit sie hier lebt, hat sie eine Leidenschaft für Schweizer Essen entwickelt. Auf ihrem Blog, Cuisine Helvetica, teilt sie selbst entwickelte Rezepte, Geschichten, und Reiseerlebnisse. Die Autodidaktin mag am liebsten Rezepte mit hochwertigen Zutaten. Sie arbeitet unermüdlich daran, die Schweizer Küche international für mehr als nur Schokolade und Käse bekannt zu machen.

Brot Huusgmacht – Workshop

Die Schweiz kennt über 200 verschiedene Arten von Brot. Viele davon haben eine einzigartige Verbindung zur Geschichte, Kultur und Geografie dieses Landes. Von Fondue einmal abgesehen ist der Sonntagszopf vielleicht das bekannteste Nationalgericht. Brot ist seit sehr langer Zeit ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens in der Schweiz. Die Mehrheit der Schweizer Brote ist stark mit den Kantonen verwurzelt. Viele Brote haben ihren Ursprung auch in Festen und Traditionen, wie zum Beispiel der Dreikönigskuchen. Ausserdem findet sich Brot in vielen Schweizer Gerichten.

Ruth Michel Richter und Konrad Richter

Ruth Michel Richter: Geboren 1950 in Baden, Schweiz. 1971 bis 1976 Studium der Anglistik und Geschichte in Zürich und Aberdeen, GB. Einige Jahre Praxis als Kantonsschullehrerin (Baden), ab 1982 Redaktorin bei diversen Publikationen. Ab 1989 freie Journalistin, Texterin und Buchautorin mit den Schwerpunkten Tourismus Schweiz, Familie und Reportagen mit kulturhistorischem Hintergrund. In Zusammenarbeit mit Ehemann Konrad Richter entsteht eine ganze Reihe von Reise-, Ausflugs- und Wanderführern.Von 2001 bis 2016 Unterrichtende an der Bezirksschule Bad Zurzach, daneben weiterhin publizistisch tätig, Seit Juli 2016 wieder ausschliesslich als freiberufliche Journalistin unterwegs.

Konrad Richter: Geboren 1953 im Norden Deutschlands, 1975 zum Studium der Germanistik, Publizistik und Betriebswirtschaftslehre in die Schweiz (Zürich) gereist und geblieben bis zur Rückkehr 1985 über die Grenze nach Hohentengen (D). Die Liebe zum Bild – vorerst zum gemalten – rückte schon während der Studienzeit in den Mittelpunkt: Arbeit als Lektor in renommierten Bilder- und Kinderbuchverlagen in der Schweiz (Nord-Süd Verlag, Atlantis Bilderbuchverlag). Nach dem gewagten Sprung in die Selbstständigkeit und durch die Partnerschaft (privat und beruflich) mit der Journalistin Ruth Michel verschob sich der Schwerpunkt vom Bilderbuch zum Reisebuch, vom gemalten Bild zur Fotografie. Es entstanden zahlreiche Bücher, Reise- und Fotoreportagen. Ausserdem Spezialisierung auf Architekturfotografie in Zusammenarbeit mit einem Architekten.

„Wandern wie gemalt – Berner Oberland“

Das wildromantische Rosenlauital, die leuchtende Landschaft des Thunersees, das glitzernde Weiß der Giessbachfälle oder die berühmte Ansicht von Eiger, Mönch und Jungfrau – die Landschaft des Berner Oberlands ist so vielfältig und atemberaubend wie die Kunst, die von ihr inspiriert ist. 14 attraktive Wanderungen führen zu 22 Standorten für bekannte und weniger bekannte Gemälde, Skizzen, Stiche und Tourismusplakate. Das Buch lädt ein zu intensiven Begegnungen mit Ferdinand Hodler, Cuno Amiet, Paul Klee, Caspar Wolf, François Diday, Alexandre Calame, Barthélémy Menn oder Jean-Frédéric Schnyder. Entlang abwechslungsreicher Wanderrouten stellt Ruth Michel Richter die Künstler, ihre Beziehung zur Region und ihre Bedeutung in der Kunstentwicklung ihrer Zeit vor. Den Bildern stehen Konrad Richters aktuelle Fotografien gegenüber, was immer wieder zu faszinierenden und überraschenden Einsichten führt.

Andri Hinnen

Andri Hinnen (*1985) hat International Affairs, Strategie und Internationales Management an der Universität St. Gallen (HSG) studiert. Nach Stationen bei internationalen Werbeagenturen gründete er Zense, eine Agentur, die sich der Versinn(bild)lichung komplexer Inhalte verschrieben hat. Neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer von Zense ist Andri Hinnen Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen und Filmschaffender. Mit dem Kinodokumentarfilm »Unter Wasser atmen« gewann er 2011 den Publikumspreis des Zurich Film Festivals und war für den Prix de Soleure der Solothurner Filmtage nominiert. Zusammen mit seinem Bruder Gieri Hinnen hat er das Buch »Reframe it! 42 Werkzeuge und ein Modell, mit denen Sie Komplexität meistern« verfasst. »Rolf« ist sein erster Roman.

„Rolf“

Philipp führt ein beschauliches Leben. Seine Arbeit bei einer Versicherung ist pure Beschäftigungstherapie, die Freunde sind seit zwanzig Jahren die gleichen, und vor Kurzem ist er mit seiner Jugendliebe Amanda zurück in die Vorstadt gezogen. Doch nach einem ausschweifenden Musikfestival hört der arme Philipp plötzlich Stimmen. Auf eine Panikattacke folgt die nächste. Und war das wirklich ein Tausendfüßler, der da aus Amandas Ohr gekrochen ist?
Als Philipp der Wahrheit auf die Spur kommt, ist es bereits zu spät. Rolf, ein schleimiger und ziemlich frivoler Dämon, hat das Steuer an sich gerissen. Er ist von der langweiligen Landstraße auf die Autobahn des Chaos abgebogen und brettert jetzt jauchzend ins Verderben – mit einem zähneklappernden Philipp auf dem Beifahrersitz. Der weiß: Nur wenn er sich seinen Gefühlen stellt, hat er eine Chance, den langen Tentakeln seines Dämons zu entrinnen. Doch will er das überhaupt?
»Rolf« ist ein temporeicher Roman, der den Ängsten und Problemen all derer, denen das Erwachsenwerden nur bedingt zu gelingen scheint, ein glubschäugiges und breitmauliges Gesicht verleiht. Ein augenzwinkerndes Plädoyer gegen die Vernunft. Und eine Anleitung fürs Anfreunden mit unseren eigenen Dämonen.

Stephan Mathys

Stephan Mathys ist 1968 zur Welt gekommen und in Schöftland im aargauischen Suhrental aufgewachsen; er lebt und arbeitet als Autor, Kunsttherapeut und Lehrer seit 1995 in Bern.
Der Autor war drei Jahre lang ein Teil der Jury vom Hörspielpreis der Radiostiftung Basel. Er ist Mitglied vom Berufsverband Gestaltende Psychotherapie und Kunsttherapie GPK und vom Verband Autoren und Autorinnen der Schweiz AdS.
Er erhielt verschiedene Förder- und Werkbeiträge des Kantons Aargau, von Stadt und Kanton Bern sowie von der Burgergemeinde Bern; dazu die eine oder andere Auszeichnung. Er ist Mitbegründer der Produktionsgemeinschaft Spielraum7.
Stephan Mathys schreibt Hörspiele, Theaterstücke,
Kurzgeschichten, Songtexte, Gedichte.

„Unfroh“

Die hochtoupierte Mutter, der abwesende Vater, die vorbildliche Schwester, das Schweigen während des Essens, das vom Mund abgesparte Einfamilienhaus mit Garten, der frisch gestrichene Zaun und immer die Gewissheit, in der besten aller Welten zu leben – Dominik Schaller erzählt als bald Fünfzigjähriger von seinem Leben im gutbürgerlichen schweizerischen Mittelland.
In der behüteten Kindheit Niks Mitte der Siebzigerjahre zeigen sich bald Risse, das Staunen über Gegenentwürfe, Möglichkeiten zum Aufbruch. Als die Mutter früh an Krebs stirbt, verschliesst sich der Junge in seiner Trauer. Und er nimmt sich vor, sein Leben ganz anders zu verbringen als seine Eltern. Er stolpert durch seine Biografie und landet im Üblichen: eine Kaufmännische Lehre, begrabene Träume, unglückliche Liebschaften, Heirat, zwei Kinder, mittelprächtige Karriere, Affäre, Scheidung, Zweitfamilie. Als seine neue Ehefrau bei einem Unfall stirbt, kracht das fragile Konstrukt seines Lebens vollends in sich zusammen.
Der Roman erzählt die Geschichte der Orientierungslosigkeit eines gewöhnlichen Mannes auf dem Hintergrund der sich wandelnden Wirklichkeiten von den Siebzigerjahren bis heute.